Meditation für neurodivergente Menschen, die nicht über Emotionen arbeiten wollen.
Stille und Praxis ist der Meditationsraum innerhalb von Turtle Coaching.
Reduziert, nüchtern, zustandsabhängig.
Kein Heilversprechen.
Kein „Release“.
Keine Dramatisierung.
Hier geht es um Wahrnehmungstraining und Pflege des Nervensystems, damit das System nicht noch mehr verwalten muss.
Methodische Grundlage
- Unified Mindfulness (See / Hear / Feel, Do Nothing, Turn Back)
- Anapana Sati (Aufmerksamkeit auf Atemempfindungen, ohne Inhaltsarbeit)
- Mantra-Praxis (Bündelung der Aufmerksamkeit, Stabilisierung unter Grundrauschen)
Worum es hier geht
Viele neurodivergente Menschen kennen Ruhe nur als „Nicht-mehr-können“.
Nicht als Zustand.
Stille und Praxis schafft einen Rahmen, in dem das System nicht optimiert, erklärt oder repariert werden muss, sondern schlicht üben darf:
- Wahrnehmung von Denken unterscheiden
- Grundrauschen reduzieren, ohne Inhalte zu bearbeiten
- Aufmerksamkeit stabilisieren, ohne Gewalt gegen das eigene Gehirn
- Weniger inneres Management im Alltag
Das Ziel ist nicht „Leere“.
Das Ziel ist weniger unnötige Verwaltung.
Worum es hier nicht geht
Diese Praxis ist nicht:
- Therapie oder Krisenbegleitung
- Traumaarbeit oder kathartische Methoden
- ein emotionales Bearbeitungsprogramm
- ein Leistungs- oder Erfolgsversprechen
Wenn du emotionale Stabilisierung oder therapeutische Begleitung suchst, ist das ein anderer Arbeitsraum. Nicht besser, nicht schlechter. Nur anders.
Für wen das passt
Stille und Praxis ist passend, wenn du:
- innerlich dauerhaft „auf Betrieb“ läufst, auch wenn es eigentlich still sein könnte
- bei klassischen Entspannungsformaten eher mehr Unruhe bekommst
- Meditation als technische Praxis verstehst, nicht als Identität
- keine Motivation brauchst, sondern einen sauberen Rahmen
Nicht passend, wenn du:
- gerade akut in einer Krise bist und Stabilisierung brauchst
- ein expressives, emotional aktivierendes Setting suchst
- schnelle Effekte erwartest, die man „fühlen muss“
Formate
1) Offene Praxis (online)
Ein klar gerahmter Übungsraum. Wenig Worte, viel Praxis.
Typischer Ablauf
- 2–3 Minuten Rahmen / Ausrichtung
- 30–40 Minuten Praxis (Mantra, Anapana Sati oder SHF)
- 5–10 Minuten Fragen zur Praxis (keine Gruppentherapie, kein Storytelling-Marathon)
Für wen: Einstieg, Wartung, Wiederaufnahme nach Pausen.
2) Praxis-Block (4–6 Wochen)
Für Menschen, die Praxis wollen, aber im Alltag keinen stabilen Einstieg finden.
Inhalt
- 1 Session pro Woche (online)
- klare Praxisparameter: Dauer, Objekt, Dosis, Timing
- Anpassung an Reizoffenheit und Energiehaushalt
- Transfer in „schwierige Tage“, nicht nur in gute Tage
Ziel
Eine Praxis, die nicht perfekt ist, sondern wiederholbar.
3) 1:1 Praxis-Debugging (einmalig oder als Paket)
Wenn Meditation bei dir regelmäßig kippt: zu verkopft, zu zäh, zu viel, zu unerquicklich.
Wir klären
- welches Objekt (Mantra/Atem/SHF) aktuell sinnvoll ist
- welche Dosis tragfähig ist
- wo Overefforting, Kontrolle oder falsche Annahmen sabotieren
- wie du Praxis so klein machst, dass sie startbar wird
Das ist keine Innenwelt-Deutung. Das ist Praxis-Engineering.
Zugang
Wenn du Stille und Praxis nutzen willst, schreibe eine kurze Mail an taro@turtle-coaching.de mit:
- Welches Format dich interessiert (Offene Praxis / Praxis-Block / 1:1 Debugging)
- Was aktuell der Haupt-Engpass ist (z. B. „zu viel Denken“, „Starten unmöglich“, „Unruhe in Stille“)
- Welche Vorerfahrung du hast (keine / etwas / viel)
Du bekommst dann eine kurze Rückmeldung mit dem nächsten sinnvollen Schritt.
Ein Satz als Orientierung
Wenn du beim Lesen nicht motivierter wirst, sondern leiser,
und wenn dich das nicht nervt, sondern entlastet,
dann passt dieser Raum vermutlich.
